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November 2004:
Kapitel 3: Langer Hals
Nun ist doch einige Zeit
vergangen seit meinem letzten Besuch in den heiligen Hallen von
Ritter Basses.
Jedoch will gut Ding ja bekanntlich Weile haben, und so braucht solch ein
edles Instrument auch mal eine Phase der Ruhe und Erholung. Der Body war
ja bereits beim letzten Mal fertig geschliffen und geshapt. Hier nochmal
ein paar schöne Aufnahmen vom Body:
Jens war im Summer einige
Zeit in den USA, wie beispielsweise auf der NAMM Summer Session in
Nashville und auf einigen Ritter-Präsentationen in amerikanischen
Musikgeschäften. Ein wenig steckt ihm der Stress schon noch in den
Knochen, wie man auf diesem Bild sehen kann. Oder lag es vielleicht daran,
dass ich zu der unchristlichen Zeit von 10 Uhr morgens bei ihm aufgetaucht
bin? ;-)

Aber dennoch ging es
einige Schritte weiter beim Bau meines neues Basses! Vor allem beim Hals
hat sich einiges getan. Der Kanal für den Hals-Einstellstab wurde fertig
gefräst und die Kopfplattenform ausgesägt:

Wie ich ja bereits angekündigt hatte, wird
der Bass zudem ein paar Gimmicks haben, wie z.B. ein Inlay mit meinem
Namen im 12. Bund. Wie das Inlay am Computer designed wurde, konnte man im
ersten Kapitel sehen. Hier
sieht man, wie das dann in Wirklichkeit aussieht:
Mittlerweile befindet sich der Hals auf dem
Weg nach England, wo hinter das Inlay sowie seitlich in den Hals blaue
LEDs eingesetzt werden! Die Firma, die das macht, hat extra dafür
dressierte Holzwürmer, die die Kanäle für die Kabel fressen... ;-)
Hier ein Bild von einem Bass, der blaue LEDs
als Griffbrett-Dots hat. Schaut das nicht cool aus? Übrigens: wer sich
nochmal so richtig als Anfänger fühlen will, sollte einfach mal einen
Linkshänder-Bass in die Hand nehmen (für Linkshänder natürlich umgekehrt).
DAS fühlt sich vielleicht krank an...:
Jetzt warten wir gespannt auf die Rückkehr
des Halses, damit das Instrument dann zum Lackieren kann! Währenddessen
habe ich bei meinem Besuch
ein paar Fotos von Jens' Showroom gemacht. Besonders stolz bin
ich auf eine weitere Innovation, zu der ich Jens überzeugen konnte: ein
Spiegel, damit sich der künftige Ritter Bass-Besitzer auch mal selbst mit
seinem Instrument sieht! Ist ein Bass nicht auch ein Kleidungsstück?
Damit der geneigte Leser
auch endlich mal eine Vorstellung bekommt, wie denn das Endergebnis in
etwa aussehen wird, hier ein Bild von einem Ritter Roya in Futura Black
(Mitte) - das kommt an mein neues Baby schon ziemlich nah ran:
Und im Lager wartet bereits ein Stapel
wunderschönes neues Holz darauf, zu einem neuen Ritter Bass verarbeitet zu
werden. Vielleicht ist es ja für EUER neues Instrument - wer weiß...?
In diesem Sinne bis bald!

Martin Motnik
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