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24.
Januar 2005:
Kapitel 4: Licht aus,
Spot an!
Wieder einmal war ich in
der wunderschönen Pfalz und habe Jens Ritter besucht. Weihnachten war
gerade vorbei, und da ich pünktlich vorm Fest meine Digitalkamera
verkauft habe - was habe ich mir eigentlich dabei gedacht...? - konnte
ich den Besuch gar nicht selbst dokumentieren. Glücklicherweise konnte
Jens ein paar Fotos machen, die er mir vor kurzem gemailt hat.
Um schon mal ein wenig
Vorfreude auf mein neues Baby zu bekommen, und um bei der
CD-Release-Party von What4 nebst TV-Auftritt das adäquate Instrument zu
spielen, hatte mir Jens einen Roya 5-String in Futura Finish
ausgeliehen, den er zufällig vorrätig hatte. Die Optik dieses
Instruments ist schon bemerkenswert nah an dem Teil, das ich gebaut
bekomme. Insofern kann man sich da schon ein ziemlich gutes Bild machen,
wie das aussehen wird.

Wer es nun ganz genau
wissen möchte, wo die Unterschiede in den Details liegen werden: Die
Mechaniken (also die Dinger, mit denen man Saiten stimmt) werden nicht
schwarz, sondern verchromt sein, die Buchse für das Kabel wird auf die
Rückseite verlegt und das Griffbrett des Halses wird keine rötliche
Farbe haben, sondern aus schönem dunklen Ebenholz sein.
A propos Hals: genau der
hat in den letzten Wochen eine besondere Entwicklung mitgemacht. Wie Ihr
wisst, bin ich mit Darkseed häufig auf dunklen Bühnen unterwegs, und
damit ich mich im Dunklen auf dem Griffbrett nicht verlaufe, wurden die
seitlichen Orientierungspunkte des Halses durch blaue LEDs ersetzt!
Gerade wenn der Lichtmensch mal wieder Strom sparen möchte, und zudem
die Nebelmaschine anwirft, ist dies sehr hilfreich, um die richtigen
Töne zutreffen. Zudem, wie im
letzten Kapitel ja schon beschrieben, wird das Griffbrett als
Gimmick meinen Namen als Schriftzug im 12. Bund tragen, und da wir schon
so lustig beim LEDs einbauen waren, haben wir das Inlay auch gleich
blau hinterlegt. Hier sieht man nun Jens, wie er testweise eine 9
Volt-Batterie anlötet, um das Leuchten zu demonstrieren. Und dann sieht
man auch, wie hübsch das dann im Dunklen strahlt!

Wer das letzte Kapitel
aufmerksam studiert hat, dem wird auffallen, dass der Schriftzug etwas
anders aussieht als auf dem Griffbrett, das ich dort der Hand halte.
Leider konnte der erste Schriftzug nicht mit blauen LEDs hinterlegt
werden, da die Buchstaben zu schmal waren. Darum musste ein neues
Griffbrett angefertigt werden, in das ein komplettes Inlayplättchen
eingelegt wurde, das von hinten beleuchtet wird. Das erste Griffbrett
wird aber nicht entsorgt, denn wir lassen ja nichts verkommen! Jens und
ich haben bereits überlegt, was für einen Bass wir daraus bauen werden.
Wir planen einen 10-Saiter...!
Ein weiterer Grund für
meinen Besuch war, das ich Jens den geliehenen Bass wieder zurückbringen
musste, da er ihn auf der
NAMM Show, der
ersten großen Musikmesse des Jahres, in Anaheim bei Los Angeles
ausstellen möchte. Schweren Herzens musste ich mich also von dem
inzwischen doch recht lieb gewonnenen Teil wieder trennen, was mir
gerade nach Weihnachten natürlich nicht gerade leicht fiel.
Nachdem ich mir nun in
seinem Showroom die diversen Bässe anschaute, die er bereits für die
Verschiffung nach Amerika bereitgelegt hatte, fiel mir ein Bass auf, der
bei ihm an der Wand hing und mich sofort faszinierte: Es war ebenfalls
ein Ritter Roya 5-String, jedoch in glänzendem Schwarz lackiert und mit
goldener Hardware, und außerdem fretless, d.h. ohne Bundstäbchen.
Sogleich wollte ich natürlich dieses wunderschöne Instrument einmal
antesten, und nachdem ich schon nach wenigen Tönen völlig begeistert
war, bot mir Jens ganz selbstlos an, das Instrument doch mal zu Testzwecken
mit nach Hause zu nehmen (schließlich hatte er meinen Abschiedsschmerz
bemerkt). Zu Hause angekommen, steigerte sich meine Begeisterung immer
mehr, und Jens - raffiniert wie er ist ;-) - übermittelte mir per
elektronischer Post ein Kaufangebot, das ich unmöglich ausschlagen
konnte.
Nun ist es also soweit:
als offizieller Endorser von Ritter Basses bin ich nun stolzer Besitzer
meines ersten Basses von Jens Ritter und ich bin äußerst stolz, diese
edlen Instrumente zu vertreten! Sobald es mir möglich ist, werde ich
natürlich auch ein paar Soundsamples von diesem Instrument online
stellen. Bis dahin müsst Ihr aber noch mit Fotos Vorlieb nehmen, aber
wie heißt es doch so schön: das Auge hört mit! ;-) Hier ist er nun:
Ritter Seriennummer 0307:

Nun kann man sich schon
vorstellen, wie die beiden Instrumente nebeneinander wirken werden:
 
Da hoffen wir doch mal, dass wir möglichst
schnell das nächste Kapitel von "Bass in progress" schreiben können,
damit der Kleine bald sein Geschwisterchen bekommt! ;-)
In diesem Sinne bis bald!

Martin Motnik
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