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30.
März 2005:
Kapitel 5: Farben, Formen
und Innereien
Bedauerlicherweise hat mich
seit Weihnachten 2004 mein Weg nicht mehr in die Pfalz geführt, sodass
ich seitdem leider nicht mehr das Vergnügen hatte, Jens Ritter in seiner
Werkstatt zu besuchen. Vermutlich hätte ich ihn aber ohnehin nicht
gefunden, da er durch seinen überaus erfolgreichen Messeauftritt bei der
NAMM Show in Los Angeles inzwischen in Arbeit ertrinkt und kaum eine
ruhige Minute hat. Der Erfolg ist absolut gerechtfertigt; vielleicht
sollte er aber so langsam über ein bis zwei zusätzlich Mitarbeiter
nachdenken. Sein Herz würde es ihm danken...
Dennoch findet Jens immer
noch die Zeit, mich und Euch über den Stand meines Basses auf dem
Laufenden zu halten und mich mit Fotos zu versorgen, und mittlerweile
steht die Fertigstellung unmittelbar bevor! Der Bass war zuletzt beim
Lackieren und hat dort sein edles
Futura-Finish erhalten! Hier sieht man den lackierten Body mit
bereits eingebauten
Ritter Master Bar Pickups und den Reglern für die Ritter Master
Elektronik.

Die Bridge auf dem Bild
ist goldfarben, im Ergebnis wird sie jedoch dezent schwarz sein, ebenso
wie die Knöpfe für die Regler.
Die beiden nächsten Fotos
zeigen die ebenfalls in Futura lackierte Kopfplatte. Hier fehlen noch
die Mechaniken, die chromfarben sein werden. Außerdem sieht man hier
noch den Zugang zur Halsverstellschraube, der dann mit einer
Ebenholz-Platte abgedeckt wird - natürlich verziert mit dem Ritter-Logo!

Aber Aussehen ist nicht
alles, denn wie beim Menschen zählen auch bei einem Instrument vor allem
die inneren Werte. Und die sind natürlich vom Allerfeinsten! Hier sieht
man einen Blick in das Elektronikfach mit der noch nicht vollständig
verlöteten Klangregelung, der
Ritter Master Elektronik. Jens Ritter musste für meinen Bass seine
Elektronik ein wenig modifizieren, da sie normalerweise mit 18 Volt
läuft und aus zwei 9 Volt-Batterien gespeist wird. Da die
Griffbrett-Beleuchtung (Ihr erinnert Euch sicher; siehe
Kapitel 4) eine der beiden 9
Volt-Blöcke benötigt, wurde die Elektronik angepasst, sodass sie auch
mit 9 Volt funktioniert.

Inzwischen ist der Bass
noch einmal auf die Reise gegangen, und zwar nach Berlin zur Firma
Plek. Die Jungs von
Plek haben eine Maschine entwickelt, die den
Instrumentenhals abscannt, ein Computerprofil erstellt, die Bünde
abrichtet und/oder das Griffbrett schleift und anschließend sogar die
Bünde poliert. Das Ergebnis ist ein absolut einwandfrei abgerichteter
Hals mit einer optimalen Oberfläche, die ein überaus gleichmäßiges
Schwingungsverhalten in allen Lagen- und Saitenpositionen erzeugt und
eine extrem tiefe Saitenlage ohne das übliche Saitenschnarren
ermöglicht. Nie war es passender zu sagen: "Der Bass erhält gerade
seinen Feinschliff"!
Nun ist es also fast
soweit, dass mein Bass endgültig fertig ist. Auch wenn ich mich ob der
Vorfreude kaum noch bremsen kann, werde ich mein neues Instrument nicht
einfach abholen und nach Hause mitnehmen. Sollte tatsächlich jemand an
meiner kleinen Story Interesse gehabt haben, hast Ihr die Möglichkeit
den fertigen Bass in Natura zu sehen, und zwar auf der diesjährigen
Musikmesse in Frankfurt/Main. Jens Ritter wird den Bass an seinem
Stand ausstellen, und anschließend findet eine feierliche Übergabe
statt. Besucht Jens und seine Bässe vom 6. - 9. April 2005 in Halle 4.0,
Stand K43. Ich werde auch des Öfteren dort sein und würde mich über die
ein oder andere Fachsimpelei sehr freuen. Wir sehen uns in Frankfurt!
In diesem Sinne bis bald!

Martin Motnik
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