Irre ich mich,
oder hieß es nach dem letzten
Album nicht, dass sich Stefan Hertrich fortan auf
andere Dinge konzentrieren will? So was nennt man wohl
Rücktritt vom Rücktritt, denn auf "Ultimate Darkness"
malträtiert der Mann wieder in bester Tradition seine
Stimmbänder.
"Ultimate Darkness" klingt frisch, energisch und
abwechslungsreich wie kein anderes Darkseed-Album. Ob
diese Frische an der kreativen Pause liegt, die sich
Stefan nach dem letzen Album gönnte, oder an der
besseren Integration der beiden Neuen, weiß ich
nicht. Fakt ist jedenfalls, dass nicht nur der Opener
"Disbeliever", sondern auch der Titeltrack ein Feuer im
Arsch haben wie jeder meiner Bekannten nach einer
Portion meinem Chilis.
TRACKLISTE
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| 1. |
Disbeliever |
| 2. |
My
Burden |
| 3. |
Ultimate
Darkness |
| 4. |
Biting
Cold |
| 5. |
The Dark
One |
| 6. |
Save
Me |
| 7. |
Speak
Silence |
| 8. |
Next To
Nothing |
| 9. |
Follow
Me |
| 10. |
The
Fall |
| 11. |
Endless
Night |
| 12. |
Sleep Sleep
Sweetheart | |



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Vor
allem Stefan greift wieder häufiger auf seine raue,
charismatische Stimmlage zurück, auch wenn er mit seiner
klaren Singstimme einiges zu bieten hat. Auf weibliche
Vocals verzichten Darkseed dieses Mal völlig, was
zumindest mich überhaupt nicht stört. Was mir hingegen
etwas übel aufstößt, ist die Angewohnheit, zwischen
deutsch und englisch hin und her zu springen und das
schon beinahe willkürlich. Auch ohne mein Studium in
englischen Sprachwissenschaften würde ich da einen Knick
in die Löffel bekommen.
Mit etwas Übung überhört man das mit der Zeit und
gewöhnt sich sogar dran: man nimmt den Gesang nur noch
als Einheit mit der Musik war, die in jedem der zwölf
Songs überzeugt. Legen die Gitarren und die Drums meist
ein recht hartes Grundgerüst, ist es vor allem Armin
Dörfler, der durch seine akzentuierten Keys die Songs
mit dem richtigen Schuss Melodie versorgt und mindestens
den Chorus schnell zum Ohrwurm verwandelt.
Den Zockern unter uns könnte der Track "The Fall"
schon bekannt sein, immerhin war er Titelsong von "The
Fall - Last Day's of Gaya". An die eher zum Träumen
angelegten Stücke des Vorgängeralbums erinnern
allenfalls Tracks wie "The Fall oder "Sleep Sleep
Sweetheart", die ebenfalls nicht ohne eine gewisse Härte
auskommen.
"Ultimate Darkness" wird es in einer limitierten
Auflage als Doppel-CD mit elf bisher unveröffentlichten
Stücken geben. Schnelles Zuschlagen lohnt sich in diesem
Fall wirklich.