Tracklist: 01.
Disbeliever / 02. My Burden / 03.
Ultimate Darkness / 04. Biting Cold /
05. The Dark One / 06. Save Me /
07. Speak Silence / 08. Next To
Nothing / 09. Follow me / 10. The
Fall / 11. Endless night / 12. Steep
Steep Sweetheart
(48:52 min.)
Review:
Als ich neulich "The Last Days
Of Gaia" spielte, fiel mein erster Gedanke auf
das Titellied und ich dachte "Wow, geil ....aber
das ist doch...". Dass Darkseed seit 1992 ein
fester Bestandteil der deutschen Gothic
Metal-Szene ist, braucht man nicht weiter zu
vertiefen. Die sechs Mannen aus München zeigen
allerdings auf ihrem neusten Streich "Ultimate
Darkness", dass sie nicht nur pulsierende und
düster-atmosphärische Songs zu Videogames
schreiben können...
Ultimate Darkness ist
also bereits das sechste Album, bei dem man den
typischen Darkseed-Stil weiter ausgebaut hat zu
einem modernen, atmosphärischen Dark/Gothic
Metal mit vielen melodischen Parts und
ausufernden Gitarrensoli. Das merkt man schon im
treibenden Opener "Disbeliever", bei dem sich
schon sicher sein kann, keinen Fehlkauf getätigt
zu haben. Darkseed agieren, wie oben
beschrieben, in einem dynamischen und
melodischen Bogen mit Wechselspielen zwischen
düsterer Atmosphäre und ansprechenden Melodien.
Der Titeltrack fällt zum Beispiel in diese
treibende Kategorie aus freudiger
Gitarrenspiele, die mal riffig, mal energisch
zur Sache gehen.
Natürlich zeichnet man
sich auch auf dieser Scheibe durch gekonnte
Abwechslung aus, die hier nicht zu kurz kommt.
Während man bei "The Dark One" den Härtegrad
deutlich anhebt, bekommen die elektronischen
Einflüsse bei "Speak Silence" immer mehr die
Oberhand. Leider kommt es mir so vor, dass "The
Fall" das Kernstück der Scheibe geworden ist.
Zwar etwas abgeändert als im Spiel, hat der Song
allerdings nichts an seiner Attraktivität
eingebüßt. Ein wirklich mitreißender Soundtrack
der absoluten Klasse ist das, was Darkseed hier
abgeliefert haben. Auch in seinen Bann zieht der
Song "Endless Night" mit seinen treibenden
Arrangements und hämmernden Gitarren, die leicht
in die Melancholie abgleiten.
Ultimate
Darkness dürfte sich ebenso in der Darkseed
Fanschar wohlfühlen wie bei Neueinsteigern, die
von dieser Band zum ersten Mal etwas hören.
Leider sind die wirklichen Highlights auf dieser
Scheibe etwas zu spärlich ausgefallen, man muss
sich länger gedulden als man das sich
eingestehen könnte. Trotzdem gewinnt Ultimate
Darkness bei jeden Durchlauf immer mehr an
Attraktivität.